Saturday, November 10, 2018

Dortmund 3:2 Bayern: Konter wie einst unter Jürgen Klopp

Bundesliga, 11. Spieltag
Borussia Dortmund (1.): 4231; Hitz; Piszczek, Akanji, Zagadou, Hakimi; Weigl (46. Dahoud), Witsel; Sancho, Reus, Bruun Larsen (82. Delaney); Götze (59. Alcacer); Trainer: Lucien Favre
FC Bayern (3.): 433; Neuer; Kimmich, Boateng, Hummels (65. Süle), Alaba; Martinez; Müller (82. Wagner), Goretzka; Gnabry (74. Sanches), Ribery; Lewandowski; Trainer: Niko Kovac
Tore: 0:1 Lewandowski (26.), 1:1 Reus (49., Elfm.), 1:2 Lewandowski (52.), 2:2 Reus (67.), 3:2 Alcacer (73.)
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„Wir müssen intelligent verteidigen. Wir müssen intelligent angreifen.“ Das waren am Tag vor dem deutschen Klassiker Lucien Favres Worte auf die Frage was es benötige den FC Bayern zu bezwingen. Und den Westfalen gelang dies über die längste Zeit.

Bereits nach acht Minuten hatte der BVB nach Ballgewinn und schnellem Umschalten drei hervorragende Möglichkeiten zur Führung. Und während sich die Schwarz-Gelben bei den ersten beiden Chancen durch unpräzises Passspiel um die Früchte brachten, war es in Minute acht Manuel Neuer, der den schwachen Abschluss von Marco Reus entschärfte. Bereits jetzt war die Dortmunder Marschroute klar: Pressing im Abwehrdrittel, Bayern kommen lassen, schnelles Umschalten nach Ballgewinn, um so die Räume hinter der hochpostierten Bayern Abwehr zu nutzen. Dennoch sollte der FC Bayern in Führung gehen. Dortmunds Defensivarbeit überzeugte durch Organisation und formierte sich gegen den Ball in einem 4-4-2.  Durch die Kompaktheit im Zentrum wurden aber immer wieder die Flanken freigegeben. Dies und individualtaktische Fehler von Hakimi und Bruun Larsen, die den am Flügel lauernden Gnabry vergessen und nur zögerlich attackieren, resultierten in der Führung der Bayern.



Die bis dato noch wenig überzeugten. Die Spielanlage war druckvoll, erschien aber gegen die tiefstehende Dortmunder Abwehr ideenlos. Die Ballbesitzphasen wurden oftmals durch lange Bälle hinter die Viererkette der Heimmannschaft unterbrochen, sorgten bei den schnellen Abwehrspielern aber kaum für Schwierigkeiten. Die Bayern wirkten auch in Fortdauer der Partie wenig kreativ. Durch eine von wenigen gruppentaktischen Aktionen ging der Rekordmeister allerdings wieder in Führung. Nachdem Reus per Strafstoß den Spielstand ausglich, überwanden Alaba und Kimmich mit einer schnellen Kombination endlich den Dortmunder Abwehrriegel und ließen Lewandowski erneut einnetzen.

Mal um Mal hatten die Bayern mit den schnellen Reus, Bruun Larsen, Sancho und Götze Schwierigkeiten. Hummels sorgte mit seinem zweiten Schnitzer in der 62. Minute erneut für eine Topchance, doch wieder vergaben die Hausherren durch Hektik und technisches Unvermögen kläglich. Beim abermaligen Ausgleich zeigten sich erneut Stellungsfehler in der Münchner Hintermannschaft. Diesmal vernachlässigt Martinez den Rückraum zu besetzen, was Reus massig Raum und Zeit gibt um die Hereingabe von Piszczek sehenswert im langen Eck unterzubringen.



Den Rückstand, den Martinez schon bei Einleitung des Angriffs hat, kann er in der gesamten Spielsituation nicht mehr aufholen. Zum Schluss fehlen dem Spanier diese Meter um gegen Reus in den Zweikampf zu kommen.

Das Siegtor erzielte der eingewechselte Alcacer, wie sollte es anders sein, schließlich im Konter. Nachdem Boateng zu früh nach linksaußen schob, kam der in die Jahre kommende Martinez seinem Landsmann Alcacer nicht mehr hinterher. Der kreuzt zu guter Letzt auch noch den Laufweg von Martinez und bringt den Ball auf seinen starken rechten Fuß.