Seria A, 4°
Partita
Milan (7.): 4312;
Donnarumma; Conti, Mussacchio, Romagnoli, Rodriguez (72. Theo Hernandez);
Kessié, Biglia, Calhanoglu (64. Paqueta); Suso; Leão (83. Rebic), Piatek;
Trainer: Marco Giampaolo
Inter (1.): 352; Handanovic; Godin, de Vrij, Skriniar; D’Ambrosio,
Barella (82. Candreva), Brozovic, Sensi (71. Vecino), Asamoah; Martinez (76. Politano), Lukaku; Trainer: Antonio Conte
Tore: 0:1
Brozovic (49.), 0:2 Lukaku (78.)
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Antonio Conte merkte es bereits zu Amtsantritt an, nicht nur am Feld,
sondern im gesamten Verein müsste wieder eine Siegermentalität implementiert
werden. In seinem ersten Derbi della Madonnina fügt der Apulier seiner Serie
einen weiteren Sieg hinzu: Die Juventus-Legende hat als Trainer in Italien noch
nie ein Derby verloren. Zuvor in Turin, und nun auch mit dem Erzrivalen in Mailand. Selbes Kunststück war bis gestern auch Milan-Trainer
Giampaolo gelungen, dieser war zuvor u.a. in Genua tätig. Inter knackte ein im
Zentrum sehr kompaktes Milan über die Flügel. Jedoch nicht mit klassischem
Flügelspiel. Beide Formationen ließen zunächst auf einen offenen Schlagabtausch
in der Mitte des Spielfeldes schließen. Milan agierte mit einem kompakten
3er-Mittelfeld vor der Viererkette und dem Spanier Suso als Freigeist. Auf
Kosten des dichten Zentrums gaben die Rossoneri die Flügel an ihren
Stadtrivalen ab. Wenn dann ein Tank wie Lukaku im Sturm steht, eine eher
suboptimale Lösung, wie Inters zweiter Treffer zeigen sollte. Das 3-5-2 der
Nerazzurri setzt auf Grund der Unterzahl an den Flügeln laufstarke Außenbahnspieler
voraus; diese Aufgaben sollten D’Ambrosio (rechts) und Asamoah erfüllen. Conte
stellte seine drei zentralen Mittelfeldspieler aber hervorragend ein, sodass sie
an den Flügeln sogar in Überzahl agierten. Neben Brozovic als laufstärksten Spieler der gesamten Liga, zog es Barella (rechts) und Sensi bei Angriffen über ihre Seite immer wieder an die Seitenlinie hinaus. Milans
drei Spieler im Mittelfeld konnten selten bis nie die komplette Spielfeldbreite
abdecken, wodurch sich mit D’Ambrosio und Asamoah Überzahlsituationen für die
Interisti ergaben (siehe Ausschnitt). Kein Wunder also, dass Inter 75
Prozent seiner Angriffe über die Flügel
vortrug.
Die Heatmaps zeigen, Barellas (rechts) und Sensis für ZMs
ausgeprägtes Aktivitätsniveau an den Flanken.
Ein klassischer Inter-Angriff: Inters IV Godin baut das Spiel an der Mittellinie auf. Während Milans drei ZMs den Raum in Ballnähe eng machen, unterstützt Barella, dieses Mal auf der linken Seite, seinen Kollegen Asamoah. Inter nutzt die gesamte Breite des Feldes. Godin verlagert das Spiel auf links und überwindet so sechs Spieler von Milan. In dieser Aktion wird Barella Lukaku zum 0:2 assistieren.




