Borussia Dortmund (1.): 4231; Hitz; Piszczek, Akanji, Zagadou, Hakimi; Weigl (46. Dahoud), Witsel; Sancho, Reus, Bruun Larsen (82. Delaney); Götze (59. Alcacer); Trainer: Lucien Favre
FC Bayern (3.): 433; Neuer; Kimmich, Boateng, Hummels (65. Süle), Alaba; Martinez; Müller (82. Wagner), Goretzka; Gnabry (74. Sanches), Ribery; Lewandowski; Trainer: Niko Kovac
Tore: 0:1 Lewandowski (26.), 1:1 Reus (49., Elfm.), 1:2 Lewandowski (52.), 2:2 Reus (67.), 3:2 Alcacer (73.)
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„Wir müssen intelligent verteidigen. Wir müssen intelligent angreifen.“ Das waren am Tag vor dem deutschen Klassiker Lucien Favres Worte auf die Frage was es benötige den FC Bayern zu bezwingen. Und den Westfalen gelang dies über die längste Zeit.
Bereits nach acht Minuten hatte der BVB nach Ballgewinn und
schnellem Umschalten drei hervorragende Möglichkeiten zur Führung. Und während
sich die Schwarz-Gelben bei den ersten beiden Chancen durch unpräzises
Passspiel um die Früchte brachten, war es in Minute acht Manuel Neuer, der den
schwachen Abschluss von Marco Reus entschärfte. Bereits jetzt war die
Dortmunder Marschroute klar: Pressing im Abwehrdrittel, Bayern kommen lassen,
schnelles Umschalten nach Ballgewinn, um so die Räume hinter der hochpostierten
Bayern Abwehr zu nutzen. Dennoch sollte der FC Bayern in Führung gehen. Dortmunds
Defensivarbeit überzeugte durch Organisation und formierte sich gegen den Ball
in einem 4-4-2. Durch die Kompaktheit im
Zentrum wurden aber immer wieder die Flanken freigegeben. Dies und individualtaktische
Fehler von Hakimi und Bruun Larsen, die den am Flügel lauernden Gnabry vergessen
und nur zögerlich attackieren, resultierten in der Führung der Bayern.
Die bis dato noch wenig überzeugten. Die Spielanlage war
druckvoll, erschien aber gegen die tiefstehende Dortmunder Abwehr ideenlos. Die
Ballbesitzphasen wurden oftmals durch lange Bälle hinter die Viererkette der
Heimmannschaft unterbrochen, sorgten bei den schnellen Abwehrspielern aber kaum
für Schwierigkeiten. Die Bayern wirkten auch in Fortdauer der Partie wenig
kreativ. Durch eine von wenigen gruppentaktischen Aktionen ging der
Rekordmeister allerdings wieder in Führung. Nachdem Reus per Strafstoß den
Spielstand ausglich, überwanden Alaba und Kimmich mit einer schnellen
Kombination endlich den Dortmunder Abwehrriegel und ließen Lewandowski erneut
einnetzen.
Mal um Mal hatten die Bayern mit den schnellen Reus, Bruun
Larsen, Sancho und Götze Schwierigkeiten. Hummels sorgte mit seinem zweiten
Schnitzer in der 62. Minute erneut für eine Topchance, doch wieder vergaben die
Hausherren durch Hektik und technisches Unvermögen kläglich. Beim abermaligen
Ausgleich zeigten sich erneut Stellungsfehler in der Münchner Hintermannschaft.
Diesmal vernachlässigt Martinez den Rückraum zu besetzen, was Reus massig Raum
und Zeit gibt um die Hereingabe von Piszczek sehenswert im langen Eck
unterzubringen.
Das Siegtor erzielte der eingewechselte Alcacer, wie sollte
es anders sein, schließlich im Konter. Nachdem Boateng zu früh nach linksaußen
schob, kam der in die Jahre kommende Martinez seinem Landsmann Alcacer nicht
mehr hinterher. Der kreuzt zu guter Letzt auch noch den Laufweg von Martinez
und bringt den Ball auf seinen starken rechten Fuß.




