EM-Qualifikation,
Gruppe E, 10. Spieltag
Wales (2.) 4231; Hennessy; Roberts, Lockyer,
Mepham, Davies; Allen, Morrell (50. Ampadu); Bale (88. Wilson), Ramsey, James;
Moore; Trainer: Ryan Giggs
Ungarn (3.): 4231; Gulacsi; Lovrencsics,
Barath, Lang, Z. Nagy; Patkai, A. Nagy (60. Kovacs); Dzsudzsak (72. Varga), Szoboszlai,
Sallai (83. Hollender); Adam Szalai; Trainer: Marco Rossi
Tore: 1:0 Ramsey (15.), 2:0 Ramsey (47.)
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Und sie sind wieder dabei. Nachdem sich Wales 58 Jahre
nicht für eine Endrunde qualifizierte, vor drei Jahren in Frankreich
spektakulär ins Halbfinale stürmte, um voriges Jahr bei der WM wieder nur
zuzusehen, qualifiziert sich der Britische Drache erneut für eine Europameisterschaft.
Im Endspiel gegen Ungarn ließen die Mannen um Ryan Giggs keine Zweifel
aufkommen. Lediglich im ersten Durchgang erspielten sich die Magyaren eine Riesenchance,
die sie aber kläglich vergaben. Wales dominierte mit dynamischen und
zielorientierten Angriffsspiel – wenn es ins Angriffsdrittel ging, dann ging’s auch
schnurstracks Richtung Tor. Aber mit Bedacht. Abgesehen von den vier
Offensivspielern sicherten die restlichen sechs Mann den Rückraum. Diese
scheinbare Unterzahl in der Offensive sollte die Waliser aber zum Erfolg
führen. Auf Grund der Überzahl wirkten die Ungarn im Stellungsspiel defensiv
orientierungslos, wodurch die Heimmannschaft riesige Löcher riss.
Das Muster wiederholte sich mehrmals: Angriff Wales über
den Flügel. Ungarns Außenverteidiger rückt früh heraus und wird überspielt. In
Folge schiebt der ballnahe Innenverteidiger auf den Flügel um den walisischen
Angreifer zu stellen. Währendessen positionieren sich Wales Solospitze Moore
und der ballferne Flügelspieler am zweiten Pfosten und binden so den ballfernen
Innenverteidiger sowie den Außenverteidiger der Ungarn. Da das Sturmzentrum nun
unbesetzt ist, sehen sich Ungarns defensive Mittelfeldspieler A. Nagy und Patkai
einen riesigen leeren Raum gegenüber. Wales kann dieses große Loch nun durch Nachrücken
eines offensiven Mittelfeldspieler oder Zusprinten der am langen Pfosten
positionierten Spieler besetzen. Ebenso wird am langen Pfosten 2:2 gespielt.
Dieses Muster wird beim 1:0 erfolgreich sein, und auch im späteren Spielverlauf
für Gefahr sorgen.
Wales überspielt Ungarns linken Außenverteidiger, Bale
startet in die Tiefe und zieht so den linken Innenverteidiger aus dem Zentrum.
Sturmspitze Moore und Linksaußen James positionieren sich
am zweiten Pfosten und binden so den zweiten Innenverteidiger und den Rechtsverteidiger.
Das Zentrum ist unbesetzt. Defenivmittelfeldspieler Nagy wirkt im riesigen Raum
zwischen den beiden Innenverteidigern orientierungslos, entdeckt aber schließlich
den einlaufenden Ramsey.
Der zu verteidigende Raum und der Abstand Nagys zum
rechten Innenverteidiger ist aber zu groß.
Selber Spielzug, diesmal über links: Ramsey überspielt in
Kombination mit James Rechtsverteidiger Lovrencsics (14). Innenverteidger
Barath (5) schiebt aus dem Zentrum heraus und hinterlässt ein Loch. Moore und
Bale binden am zweiten Pfosten die zwei ballfernen Verteidiger und sind
einlaufbereit. Ungarns defensive Mittelfeldspieler Patkai (16) und der eingewechselte Kovacs (15) kommen nicht hinterher.
Wieder über links, diesmal wird Rechtsverteidiger
Lovrencsics (14) mit einem hohen Ball überspielt. Barath (5) schiebt auf Ramsey
raus, Bale (nicht im Bild) und Moore binden die übrigen Verteidiger am zweiten
Pfosten. Patkai versucht das riesige Loch zu stopfen, welches diesmal von James
besetzt wird.


